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die Corona-Zeit hat auch etwas Gutes. Statt (wie ursprünglich geplant) mit unserer Studiengruppe auf den Spuren der christlichen Pioniere in den USA unterwegs zu sein, konnte ich jetzt (nach den Auslegungen zu DANIEL und SACHARJA) meine Auslegung zum Propheten JESAJA abschließen. Es ist die Erklärung der 12 wichtigsten Kapitel im Blick auf JESUS CHRISTUS und die ENDZEIT bei JESAJA. Das Buch ist ab sofort in meinem Selbstverlag erhältlich. Hier eine Leseprobe und der Link für die Bestellung.
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Ich denke, ich muss nicht erklären, dass ich von der absoluten Zuverlässigkeit von Gottes Wort ausgehe und dass es natürlich nur EINEN Propheten Jesaja gibt (und nicht, wie die Bibelkritik freventlich behauptet, 3 verschiedenen Jesajas).
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Schalom, Euer Lothar Gassmann
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Der Prophet Jesaja und die Endzeit: Gottesknecht, Jerusalem, neuer Himmel und neue Erde (Bibelkommentar, Band 3) (Deutsch) Taschenbuch
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Gott schenkte dem Propheten Jesaja Einblicke in die Geschichte, die weit über seine Zeit hinaus bis in die Endzeit und die Ewigkeit hinein reichten. Eine auf die Gegenwart bezogene und leicht verständliche Auslegung von wichtigen Abschnitten aus einem der wichtigsten Propheten der Bibel!
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Aus dem Inhalt: Gott ruft zur Umkehr – Wann werden Schwerter zu Pflugscharen? - Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen! - Der dreimal heilige Gott erscheint – Die Heimkehr Israels und das messianische Friedensreich – Endlich wird Gerechtigkeit herrschen – Der vergängliche Mensch und der ewige Gott - Der leidende Gottesknecht gibt sein Leben für die Verlorenen hin – Kommt zum lebendigen Wasser! - Die Offenbarung des Messias – Heiliger Überrest, Tausendjähriges Reich und neuer Himmel und neue Erde – Die Wiedergeburt Jerusalems und die Rettung der Nationen
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Der Autor, Dr. theol. Lothar Gassmann, Pforzheim, ist Prediger, Evangelist und Autor vieler Bücher über den christlichen Glauben und aktuelle Zeitfragen. Er ist Mitarbeiter beim Christlichen Gemeinde-Dienst (CGD), Vorsitzender der Lukas-Schriftenmission und Schriftleiter der Zeitschrift „Der schmale Weg. Orientierung im Zeitgeschehen“.
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Leseprobe:
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Wenn wir Prophetie richtig verstehen wollen, müssen wir erkennen, dass diese mehrstufig ist.
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Prophetie ist erstens rückwärtsgewandte Prophetie, was wir zum Beispiel im Schöpfungsbericht 1.Mose 1 sehen. Prophetie kann sich also auf den Weltanfang beziehen, rückwärtsgewandt. Gott hat Mose oder sogar schon Adam selber von der Erschaffung des Himmels und der Erde geoffenbart.
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Zweitens kann Prophetie auf die Gegenwart bezogen sein, indem Sünde aufgedeckt wird und der Ruf zur Umkehr erfolgt, so auch in Jesaja Kapitel 1, was wir gleich betrachten werden.
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Drittens kann Prophetie auf die nahe Zukunft bezogen sein, also auf die Zukunft derer, die zu dem Zeitpunkt leben, zu dem von Gott dem Propheten die Prophetie erteilt wird, und sich diese noch zu deren Lebzeiten oder kurz danach erfüllt. Ein Beispiel hierfür ist die Prophetie von der Tempelzerstörung, die durch den HERRN Jesus etwa 30 n. Chr. gegeben wurde und sich 70 n. Chr. erfüllte. Das haben damals noch etliche von denen erlebt, die das selber gehört hatten.
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Und viertens kann Prophetie sich auch auf die ferne Zukunft beziehen, auf das, was sich in späteren Jahrhunderten, ja sogar Jahrtausenden erfüllt, auf das, was in der Endzeit und in der Ewigkeit geschehen wird.
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Es gibt also vier Möglichkeiten von Erfüllungsebenen der Prophetie, wir dürfen sie nicht nur auf eine beschränken. Dann löst sich auch manches auf, was uns vielleicht widersprüchlich erscheinen mag, denn es gibt in der Bibel keine Widersprüche! Wenn wir nicht alles verstehen, ist nur unser mangelndes Erkennen daran schuld.
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Gott ist allwissend, und Er kann alles offenbaren. Bibelkritiker nehmen das nicht ernst und akzeptieren nur die für sie sogenannte Prophetie für die Gegenwart oder die vorausahnbare nahe Zukunft. Für das, was man sich selber zusammenreimen kann, da gestehen sie Prophetie zu, aber nicht darüber hinaus. Sie glauben gar nicht, dass Gott existiert und Seinen Propheten Offenbarungen schenkt. Dahinter stehen die Weltanschauung des Rationalismus, der Vernunftglaube und die Leugnung jeglicher übernatürlichen Offenbarung Gottes.
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Und solche Bibelkritiker sprechen dann von einem ersten, zweiten und dritten Jesaja (ab Kapitel 40 sei es ein zweiter Jesaja und ab Kapitel 55 ein dritter Jesaja); denn da stünden Dinge, die der Jesaja, der zur Zeit der Könige Usija, Jotam, Ahas und Hiskia lebte, gar nicht wissen konnte.
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In den Kapiteln 40 ff. wird zum Beispiel der Name Kyros offenbart, der Jahrhunderte später die Babylonier besiegen wird. Natürlich: Jesaja selber konnte das nicht wissen. Aber Gott ist allwissend, und Er kann sogar in Seinen Prophetien so weit gehen, dass Er auch die Namen der Könige im Voraus offenbart. Ich glaube das in dem einfachen Glauben, dass Gott allwissend ist. Ich habe kein Problem mit konkreter Prophetie, auch für die Endzeit, auch für die Heimkehr Israels und für alles, was sich in der Bibel findet.
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So reicht die Prophetie, auch im Buch Jesaja, in die Gegenwart, in die nahe Zukunft, in die ferne Zukunft und in die fernste Zukunft, bis zum Neuen Himmel und zur Neuen Erde (Jesaja, Kapitel 65 und 66).
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Konkret: Gott offenbarte Jesaja den Ansturm der Assyrer in der Gegenwart und nahen Zukunft seiner Lebenszeit. Gott offenbarte ihm den Fall Samarias, also des Nordreichs, 722 v. Chr., den Jesaja miterlebt hat. Er selber wirkte im Südreich. Nach Salomon geschah ja die Reichsteilung in das Nordreich mit der Hauptstadt Samaria und in das Südreich mit der Hauptstadt Jerusalem. Das Nordreich nannte sich dann Israel und das Südreich Juda. Allerdings wurde der Name Israel weiterhin oft für ganz Israel gebraucht. Dies kann manchmal etwas missverständlich sein, aber Israel ist der umfassendere Begriff.
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Gott, weil ER allwissend ist, offenbarte Jesaja aber auch schon den Ansturm der Babylonier, den Fall Jerusalems 586 v. Chr. und sogar den Fall der Babylonier durch die Medoperser 539 v. Chr., obwohl das weit über die irdische Lebenszeit Jesajas herausreichte. Auch offenbarte Gott sowohl Jesaja als auch Daniel den Aufstieg und den Fall sämtlicher stolzer Weltmächte und den Sieg des Messias, der als „der Spross“ oder „der Gottesknecht“ im Buch Jesaja bezeichnet wird.
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Der Messias wiederum kommt zwei Mal. Das erste Mal kommt Er als der leidende Messias, als Gottesknecht, um uns zu erlösen. Er wird misshandelt, geschlagen, getötet und steht von den Toten auf. Dies beschreibt Jesaja vor allem in Kapitel 53, in der gewaltigen Prophetie auf Jesus Christus. Und zum zweiten Mal kommt der Messias als der siegende HERR, der Sein Friedensreich im Tausendjährigen Reich aufrichtet und danach ewig mit dem Vater zusammen im Himmlischen Jerusalem herrscht.
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Nochmals: Glauben wir, dass Gott auch die ferne Zukunft offenbaren kann? Bibelkritiker glauben es nicht. Aber bei Gott ist kein Ding unmöglich, da Er allmächtig und allwissend ist.
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Ich bin kein Bibelkritiker, sondern habe ein völliges Vertrauen zu Gott und Seinem Wort. Leider ist sogar bei Kreisen, die sich „bibeltreu“ nennen, Bibelkritik eingedrungen.
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Als Beispiel für diese traurige Tatsache zitiere ich einige Sätze aus einem Papier mit dem Titel: „Fünf Grundsätze zur Bibelauslegung – Lutherischer Konvent legt Papier für schriftgemäße Schriftauslegung vor“. Darin heißt es:
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„Jesaja ist von drei verschiedenen Autoren geschrieben worden: dem sogenannten ersten, zweiten und dritten Jesaja, griechisch Proto-, Deutero- und Trito-Jesaja!‘.“
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Ähnlich wird zum Beispiel über die Paulus-Briefe im Neuen Testament behauptet: „Die inhaltlichen und stilistischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Paulus-Briefen im Neuen Testament lassen sich historisch dadurch erklären, dass manche von ihnen von Schülern in seinem Namen geschrieben worden sind.“
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Ich bin hingegen davon überzeugt, dass die Bibel eine von Gott eingegebene Einheit ist. Sie ist vom ersten bis zum letzten Kapitel von Seinem Geist durchweht. Die biblischen Bücher wurden von genau den Autoren geschrieben, die in den Büchern und Briefen angegeben sind. Wer dies bestreitet und relativiert, macht Gott zum Lügner und sündigt gegen die Wahrheit.
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Ich bin überzeugt: Da ist ein Prophet Jesaja, sodass das Jesaja-Buch eine Einheit ist, was man auch in den Schriftrollen in Qumran gesehen hat. Es ist eine einzige Jesaja-Rolle, und interessant ist, dass etwa der Untergang Babels nicht nur im sog. „Deutero-Jesaja“ (angeblich z. Zt. der babylonischen Gefangenschaft bzw. danach geschrieben) enthalten ist, sondern auch schon beim sog. „ersten Jesaja“, und zwar in Kapitel 13 und 14.
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Von daher funktioniert es überhaupt nicht, das Buch Jesaja in verschiedene Verfasser aufzuteilen. Nein, es ist einfach so, dass Gott alles weiß und alles offenbaren kann, sogar den Namen des Perserkönigs Kyros, der in den Kapiteln 40 ff. vorkommt.
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Entscheidend ist: Auch der HERR Jesus und die Verfasser des Neuen Testaments gingen von der Einheit des Jesajabuches aus. Immer wieder werden Erfüllungszitate im Neuen Testament aus dem Jesajabuch, egal ob vor oder nach Kapitel 40, mit den Worten eingeleitet: „Der Prophet Jesaja spricht!“ (vgl. z.B. Matthäus 3,3; 4,14; 8,17; 12,17; 15,7; 21,13 u.v.a.). Kein Jesaja-Schüler und keiner, der Jesajas Namen missbraucht, sondern der Prophet Jesaja selber spricht!
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Bibelkritiker nehmen also ferne Prophetie nicht ernst. Sie akzeptieren höchstens die sog. Prophetie für die Gegenwart oder eine vorausahnbare nahe Zukunft, die man sich konstruieren kann. Sie sind geprägt vom Rationalismus, also vom Glauben an ihre eigene menschliche, gefallene, kleine und verderbte Vernunft.
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Jesaja ist der messianischste aller Propheten. Keiner schreibt so viel über den Messias und sein zweimaliges Kommen. Der Messias trägt verschiedene Titel, etwa Spross oder Gottesknecht – das sind Bezeichnungen des Erlösers.
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Viele kennen das bekannte Kapitel Jesaja 53: „Er wurde gepeinigt um unserer Sünde willen, um unserer Missetat willen geschlagen.“ Das ist der leidende Gottesknecht, der vorausgesagt wird. Es ist nicht ein Kollektiv, ein Volk. Dieses kann zwar auch als Gottesknecht bezeichnet werden, aber an dieser Stelle ist es eine Einzelperson, die aus dem Volk Israel hervorgeht und geopfert wird zur Sühnung der Sünden aller Menschen, die dieses Opfer für sich annehmen.
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Jesaja hat die umfassendste Prophetie im Alten Testament erhalten, allein schon vom Umfang her. Das Buch besitzt den größten Wortreichtum aller biblischen Bücher im Hebräischen, eine Farbenpracht der Ausdrucksweise, die wir in keinem anderen biblischen Buch finden.
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Jetzt kommen wir zum 1. Kapitel des Buches. Zu sagen wäre noch, dass ich hier keine exegetische Teilanalyse mache wie in einer theologischen Vorlesung. Mir geht es vor allem um eine existenzielle und aktuelle Auslegung für unser Leben, für die Geschichte, für die Gegenwart und Zukunft....
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