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DER PROPHET JESAJA UND DIE ENDZEIT.
Buch jetzt in DEUTSCH und ENGLISCH im Selbstverlag Lothar Gassmann. DEUTSCH: https://www.amazon.de/dp/B088KQSW56
ENGLISCH: https://www.amazon.com/dp/B0FVVRZKZ5

Gott schenkte dem Propheten Jesaja Einblicke in die Geschichte, die weit über seine Zeit hinaus bis in die Endzeit und die Ewigkeit hinein reichten. Eine leicht verständliche bibeltreue Auslegung eines der wichtigsten Propheten der Bibel!

Aus dem Inhalt:
Gott ruft zur Umkehr – Wann werden Schwerter zu Pflugscharen? - Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen! - Der dreimal heilige Gott erscheint – Die Heimkehr Israels und das messianische Friedensreich – Endlich wird Gerechtigkeit herrschen – Der vergängliche Mensch und der ewige Gott - Der leidende Gottesknecht gibt sein Leben für die Verlorenen hin – Kommt zum lebendigen Wasser! - Die Offenbarung des Messias – Heiliger Überrest, Tausendjähriges Reich und neuer Himmel und neue Erde – Die Wiedergeburt Jerusalems und die Rettung der Nationen

LESEPROBE:
Der Name Jesaja bedeutet „jəšaʿjāhû“, „Der HERR ist Rettung“, „Der HERR ist Heil“. Hierin steckt auch der Name „Jeschua“ beziehungsweise „Jesus“, was Retter, Heiland, Erlöser bedeutet. Jesaja wirkte eine lange Zeit, nämlich von 739 bis 686 v. Chr. Vier Könige Judas wurden von ihm prophetisch begleitet: Usija, Jotam, Ahas und Hiskia. Allerdings gehen seine Prophezeiungen weit über diese Zeit der damals lebenden Könige Judas hinaus.
Wenn wir Prophetie richtig verstehen wollen, müssen wir erkennen, dass diese mehrstufig ist.
Prophetie ist erstens rückwärtsgewandte Prophetie, was wir zum Beispiel im Schöpfungsbericht 1.Mose 1 sehen. Prophetie kann sich also auf den Weltanfang beziehen, rückwärtsgewandt. Gott hat Mose oder sogar schon Adam selber von der Erschaffung des Himmels und der Erde geoffenbart.
Zweitens kann Prophetie auf die Gegenwart bezogen sein, indem Sünde aufgedeckt wird und der Ruf zur Umkehr erfolgt, so auch in Jesaja Kapitel 1, was wir gleich betrachten werden.
Drittens kann Prophetie auf die nahe Zukunft bezogen sein, also auf die Zukunft derer, die zu dem Zeitpunkt leben, zu dem von Gott dem Propheten die Prophetie erteilt wird, und sich diese noch zu deren Lebzeiten oder kurz danach erfüllt. Ein Beispiel hierfür ist die Prophetie von der Tempelzerstörung, die durch den HERRN Jesus etwa 30 n. Chr. gegeben wurde und sich 70 n. Chr. erfüllte. Das haben damals noch etliche von denen erlebt, die das selber gehört hatten.
Und viertens kann Prophetie sich auch auf die ferne Zukunft beziehen, auf das, was sich in späteren Jahrhunderten, ja sogar Jahrtausenden erfüllt, auf das, was in der Endzeit und in der Ewigkeit geschehen wird.
Es gibt also vier Möglichkeiten von Erfüllungsebenen der Prophetie, wir dürfen sie nicht nur auf eine beschränken. Dann löst sich auch manches auf, was uns vielleicht widersprüchlich erscheinen mag, denn es gibt in der Bibel keine Widersprüche! Wenn wir nicht alles verstehen, ist nur unser mangelndes Erkennen daran schuld.
Gott ist allwissend, und Er kann alles offenbaren. Bibelkritiker nehmen das nicht ernst und akzeptieren nur die für sie sogenannte Prophetie für die Gegenwart oder die vorausahnbare nahe Zukunft. Für das, was man sich selber zusammenreimen kann, da gestehen sie Prophetie zu, aber nicht darüber hinaus. Sie glauben gar nicht, dass Gott existiert und Seinen Propheten Offenbarungen schenkt. Dahinter stehen die Weltanschauung des Rationalismus, der Vernunftglaube und die Leugnung jeglicher übernatürlichen Offenbarung Gottes.
Und solche Bibelkritiker sprechen dann von einem ersten, zweiten und dritten Jesaja (ab Kapitel 40 sei es ein zweiter Jesaja und ab Kapitel 55 ein dritter Jesaja); denn da stünden Dinge, die der Jesaja, der zur Zeit der Könige Usija, Jotam, Ahas und Hiskia lebte, gar nicht wissen konnte.
In den Kapiteln 40 ff. wird zum Beispiel der Name Kyros offenbart, der Jahrhunderte später die Babylonier besiegen wird. Natürlich: Jesaja selber konnte das nicht wissen. Aber Gott ist allwissend, und Er kann sogar in Seinen Prophetien so weit gehen, dass Er auch die Namen der Könige im Voraus offenbart. Ich glaube das in dem einfachen Glauben, dass Gott allwissend ist. Ich habe kein Problem mit konkreter Prophetie, auch für die Endzeit, auch für die Heimkehr Israels und für alles, was sich in der Bibel findet.
So reicht die Prophetie, auch im Buch Jesaja, in die Gegenwart, in die nahe Zukunft, in die ferne Zukunft und in die fernste Zukunft, bis zum Neuen Himmel und zur Neuen Erde (Jesaja, Kapitel 65 und 66). ...
Ich bin überzeugt: Da ist ein Prophet Jesaja, sodass das Jesaja-Buch eine Einheit ist, was man auch in den Schriftrollen in Qumran gesehen hat. Es ist eine einzige Jesaja-Rolle, und interessant ist, dass etwa der Untergang Babels nicht nur im sog. „Deutero-Jesaja“ (angeblich z. Zt. der babylonischen Gefangenschaft bzw. danach geschrieben) enthalten ist, sondern auch schon beim sog. „ersten Jesaja“, und zwar in Kapitel 13 und 14.
Von daher funktioniert es überhaupt nicht, das Buch Jesaja in verschiedene Verfasser aufzuteilen. Nein, es ist einfach so, dass Gott alles weiß und alles offenbaren kann, sogar den Namen des Perserkönigs Kyros, der in den Kapiteln 40 ff. vorkommt.
Entscheidend ist: Auch der HERR Jesus und die Verfasser des Neuen Testaments gingen von der Einheit des Jesajabuches aus. Immer wieder werden Erfüllungszitate im Neuen Testament aus dem Jesajabuch, egal ob vor oder nach Kapitel 40, mit den Worten eingeleitet: „Der Prophet Jesaja spricht!“ (vgl. z.B. Matthäus 3,3; 4,14; 8,17; 12,17; 15,7; 21,13 u.v.a.). Kein Jesaja-Schüler und keiner, der Jesajas Namen missbraucht, sondern der Prophet Jesaja selber spricht!
Bibelkritiker nehmen also ferne Prophetie nicht ernst. Sie akzeptieren höchstens die sog. Prophetie für die Gegenwart oder eine vorausahnbare nahe Zukunft, die man sich konstruieren kann. Sie sind geprägt vom Rationalismus, also vom Glauben an ihre eigene menschliche, gefallene, kleine und verderbte Vernunft.
Jesaja ist der messianischste aller Propheten. Keiner schreibt so viel über den Messias und sein zweimaliges Kommen. Der Messias trägt verschiedene Titel, etwa Spross oder Gottesknecht – das sind Bezeichnungen des Erlösers.
Viele kennen das bekannte Kapitel Jesaja 53: „Er wurde gepeinigt um unserer Sünde willen, um unserer Missetat willen geschlagen.“ Das ist der leidende Gottesknecht, der vorausgesagt wird. Es ist nicht ein Kollektiv, ein Volk. Dieses kann zwar auch als Gottesknecht bezeichnet werden, aber an dieser Stelle ist es eine Einzelperson, die aus dem Volk Israel hervorgeht und geopfert wird zur Sühnung der Sünden aller Menschen, die dieses Opfer für sich annehmen.
Jesaja hat die umfassendste Prophetie im Alten Testament erhalten, allein schon vom Umfang her. Das Buch besitzt den größten Wortreichtum aller biblischen Bücher im Hebräischen, eine Farbenpracht der Ausdrucksweise, die wir in keinem anderen biblischen Buch finden. ...
Jetzt kommen wir zur Auslegung ...