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Der evangelikale Pressedienst IDEA online berichtet:
https://www.idea.de/artikel/eine-arche-in-deutschland-1

Eine Arche in Deutschland?
07.01.2026
Eine Arche von biblischen Ausmaßen soll an der Autobahn A2 entstehen.
(Fotos: KI-Grafik/Christlicher Kulturpark e.V.)

Eine „Arche Noah“ an der Autobahn in Norddeutschland? Wenn es nach den Mitgliedern des Vereins „Christlicher Kulturpark“ geht, soll diese Vision in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden. IDEA-Redakteur Daniel Scholaster stellt das Projekt vor.
Eine Arche von biblischen Ausmaßen an der Autobahn, dazu Ausstellungen zu Bibel, Wissenschaft und Kultur: Theologisch konservative Christen wollen „das Glaubensfundament des christlichen Abendlandes“ sichtbar machen und einen groß angelegten christlichen Themenpark errichten. Der Vorsitzende des dahinter stehenden Vereins „Christlicher Kulturpark“, Ralf Kiefer, treibt das Projekt seit 2023 voran, unterstützt vom freikirchlichen Theologen und Bibellehrer Lothar Gassmann.
Der geplante Standort liegt an der A2 zwischen Braunschweig und Magdeburg. Allein diese Autobahn soll nach Berechnungen der Initiatoren rund 40 Millionen Sichtkontakte pro Jahr erzielen. Genau darauf setzt das Konzept: Aufmerksamkeit erzeugen, Neugier wecken, Menschen „von unterwegs“ anziehen. Ein konkreter Grundstückskauf ist noch nicht erfolgt, es liegt allerdings eine schriftliche Absichtserklärung des Eigentümers vor. Vorgesehen ist ein langfristiger Erbpachtvertrag für rund neun Hektar Fläche.

Die ganze Bibel „begehbar machen“
Im Zentrum des Parks soll eine begehbare Arche stehen, orientiert an den biblischen Maßangaben. Anders als der Nachbau der Arche in Williamstown im US-Bundesstaat Kentucky soll sich die Ausstellung darin jedoch nicht allein auf die Schöpfung konzentrieren. „Der Fokus liegt auf der Darstellung aller wesentlichen abbildungsfähigen Inhalte der 66 Bibelbücher. Wir sind technisch in der Lage, die Bibel ‚begehbar‘ zu machen“, sagt Kiefer.
Geplant sind drei miteinander verzahnte Ausstellungsbereiche: eine Bibelausstellung mit dem „roten Faden“ von der Schöpfung über Jesus Christus bis zur Offenbarung, eine Wissenschaftsausstellung, die naturwissenschaftliche Belege für die biblische Schöpfungslehre präsentiert, sowie eine Kulturausstellung, die den Einfluss des Christentums auf Werte, Geschichte und Gesellschaft darstellen soll.

Biblische Grundlagen ohne kirchenpolitische Debatten
Gassmann, der die theologische Verantwortung trägt, betont, man wolle sich auf das konzentrieren, „was in der Bibel steht“, ohne konfessionelle Sonderlehren oder kirchenpolitische Debatten. Ziel sei ein möglichst breiter Konsens unter engagierten Christen.
Die Ausstellung soll zudem auf Jesus Christus als Erlöser hinweisen.
Ergänzt werden die einzelnen Themenbereiche durch einen sogenannten „Park der Begegnung“, eine frei zugängliche Grünanlage mit besonderen Rückzugsorten, Sitzplätzen und dezent integrierten Bibelversen. Dort sollen sich die Besucher ausruhen, ins Gespräch kommen oder den Park auch unabhängig von den Ausstellungen nutzen können. Zudem ist im Erdgeschoss eine Art „Arena“ für Vorträge, Podiumsdiskussionen und thematische Sonderausstellungen vorgesehen.

Rund 24 Millionen Euro Baukosten - wer hilft mit?
Die Kosten dieses Mammut-Projektes sind erheblich. Nach aktuellen Schätzungen belaufen sie sich auf rund 24 Millionen Euro. Der Baukörper der Arche allein wird mit etwa zwölf bis 13 Millionen Euro veranschlagt.
Finanzieren wollen die Initiatoren das Projekt über Spenden, Zusagen christlicher Unternehmer und eine stufenweise Umsetzung. Sie ziehen auch ein Crowdfunding (die Beteiligung von vielen Spendern) in Erwägung. Erste Absichtserklärungen über etwa 2,5 Millionen Euro liegen nach Angaben des Vereins bereits vor. Es müssen jedoch zwölf werden, bevor mit dem Bau der Arche begonnen werden kann.
Ob und wann der Bau beginnt, hängt von weiteren Genehmigungen, der Ausarbeitung des Bebauungsplans und der Finanzierung ab. Ein möglicher Baubeginn wird derzeit frühestens für 2027 in Aussicht gestellt. Unabhängig vom Zeitplan ist der Anspruch hoch: Die Arche an der A2 soll nicht nur ein außergewöhnliches Bauwerk werden, sondern ein sichtbares Zeichen setzen. Kiefer spricht von einem Ort der Orientierung, Erneuerung und einer wichtigen Hoffnungsquelle, Gassmann von einer Einladung zur Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Ob das ambitionierte Projekt Realität wird, dürfte sich in den kommenden Jahren entscheiden.
Zu den prominenten Unterstützern gehören bisher unter anderen der frühere ZDF-Moderator und Bestsellerautor Peter Hahne, der ehemalige Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt, und der Molekularbiologe Peter Borger.

Homepage mit Visualisierung und vielen Infos: https://christlicher-kulturpark.de/