|
|
|
|
|
|
Zurzeit geht es in den Medien rund. Es wird versucht, konservative Christen, Freikirchen und Sekten recht undifferenziert in einen Topf zu werfen. Das Etikett heißt „Hassprediger“
|
|
Ich habe dem SPIEGEL das Interview nur aus dem Grund gegeben, um zu zeigen, dass diese Pauschalisierung nicht zutrifft, denn ich bin selber als konservativer Christ und Theologe ein OPFER von wirklichen Hasspredigern!
|
|
Das kommt in der SPIEGEL-Reportage immerhin zum Teil zum Ausdruck. Von daher war mein Statement, das freilich vom SPIEGEL arg gekürzt wurde, notwendig.
|
|
Was gar nicht geht, ist, Freikirchen und bekannte christliche Influencer wie Jasmin Friesen und Leonard Jäger mit der radikalen Sekte „Seelengewinnen“ (früher „Zuverlässiges Wort“) um Anderson, Urban und Golla in einen Topf zu werfen.
|
Diese haben sich auch sofort davon distanziert. Von daher ist der IDEA-Artikel, den ich mit Erlaubnis der Redaktion weitereiten darf, hilfreich. Bitte helft mit, ihn weiterzuverbreiten. Schalom, Euer Lothar Gassmann
|
|
Hier mein Kommentar zur SPIEGEL TV-Reportage über „radikale Christen“:
|
|
SPIEGEL TV berichtet über Todesflüche radikaler Sektierer gegen Dr. Lothar Gassmann
|
|
Und hier die komplette (zum Teil christenfeindliche) SPIEGEL-Reportage auf YouTube mit schon bald 100.000 Aufrufen am 1. Tag (der Film lief auch auf RTL):
|
Bitte kommentiert dieses Video als Christen! Ich selber habe folgenden Kommentar darunter geschrieben:
|
|
Der SPIEGEL hat recht sachlich dargestellt, dass die Sekte FWBC „Seelengewinnen“ (früher Baptistenkirche „Zuverlässiges Wort“) mich von Gott töten und vom Staat hinrichten lassen will und dass dies mit dem Evangelium von Jesus Christus nicht vereinbar ist. Leider aber wird in der Reportage nicht erwähnt, warum die Sekte das tut, nämlich allein wegen theologischer Lehrfragen (Verhältnis Glaube und Werke; Verlierbarkeit oder Unverlierbarkeit des Heils). Außerdem bin ich nicht „erzkonservativ“, sondern biblisch-konservativ in meiner Lehre.
|
|
Keine einzige Gemeinde in Pforzheim hat mit der Gruppe FWBC „Seelengewinnen“ Kontakt. Alle stufen sie als radikale Sekte ein. Leider wird in Stellungnahmen säkularer Medien wie DER SPIEGEL und DIE WELT nicht immer genügend zwischen „Freikirchen“ und „Sekten“ differenziert, sondern zum Teil alles in einen Topf geworfen. Das sollte geändert werden!
|
|
Leonard Jäger und Jasmin Friesen, die in der SPIEGEL TV- Reportage ebenfalls vorkommen, wollen mit der Sekte FWBC „Seelengewinnen“ nicht identifiziert oder in einen Topf geworfen werden. Sie betonen zu Recht, dass das Eintreten für christliche Werte (wie etwa Schutz des ungeborenen Lebens und Ehe von Mann und Frau) nicht rechtsextrem, sondern schlichtweg biblisch ist.
|
Dr. Lothar Gassmann, Theologe und Publizist
|
Hier der kritische Artikel in IDEA-Online zur undifferenzierten Berichterstattung des SPIEGEL:
|
|
Kritik an „Spiegel TV“: Freikirchler in einen Topf mit Sekte geworfen
|
|
Eine Reportage von „Spiegel TV“ über mehrere christliche Influencer und Geistliche hat Kritik der darin gezeigten Akteure hervorgerufen. In der Beschreibung des Beitrags heißt es, radikale Christen, die sich als Influencer oder in Freikirchen betätigten, verbreiteten Hass gegen Andersdenkende.
|
|
In der Sendung werden unter anderen die christlichen Influencer Jasmin Friesen („Liebe zur Bibel“) und Leonard Jäger („Ketzer der Neuzeit“), der Pastor der freikirchlichen Christusgemeinde Emmendingen, Waldemar Justus, der Mitarbeiter der ICF München, Jens Koslowski, sowie der freikirchliche Theologe und Bibellehrer Lothar Gassmann (Pforzheim) gezeigt.
|
Allerdings wird auch die Gruppierung „FWBC Seelengewinnen“ (früher: Baptistenkirche „Zuverlässiges Wort“) in Pforzheim vorgestellt, die keine Verbindungen zu christlichen Gemeinden oder Verbänden in Deutschland unterhält und von fast allen als Sekte eingestuft wird. Aus diesem Grund haben mehrere der gezeigten Christen Kritik an der Sendung geübt, da sie nicht mit dieser Gruppierung in Verbindung gebracht werden wollen.
|
|
Friesen: Spiegel TV hat seine Zusagen nicht eingehalten
|
|
Jasmin Friesen hat „Spiegel TV“ in diesem Zusammenhang insbesondere vorgeworfen, sich nicht an die vom Kamerateam gegebene Zusage gehalten zu haben. Auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA verwies eine ihrer Mitarbeiterinnen auf ein Gespräch Friesens mit dem Journalisten und YouTuber Boris von Morgenstern. Darin wird ein Video gezeigt, das Jasmin Friesens Ehemann während der Dreharbeiten aufgenommen hat.
|
|
Zu sehen ist, wie sie das Kamerateam fragt, wen „Spiegel TV“ für die Sendung noch angefragt habe. Einer der Mitarbeiter verweist auf die „FWBC Seelengewinnen“ in Pforzheim, woraufhin Friesen warnt, dass es sich um keine Freikirche, sondern um eine Sekte handle, die gegen Homosexuelle hetze und sie selbst bereits massiv beschimpft habe. Sie wolle auf keinen Fall mit dieser Gruppierung „in einen Topf geworfen“ werden. Der Mitarbeiter versichert ihr daraufhin, dass sie im Beitrag abgegrenzt von ihr vorgestellt werde.
|
Allerdings wird in der Sendung unter anderem eine Zusammenstellung von kurzen Videoausschnitten gezeigt, in der nach Friesen und weiteren bekennenden Christen auch der Leiter der „FWBC Seelengewinnen“, Anselm Urban, zu sehen ist. In dem gezeigten Ausschnitt erklärt er, dass es keine Vergewaltigung von Frauen in der Ehe geben könne.
|
|
Mehrere Verurteilungen wegen Volksverhetzung
|
|
Mehrere Mitglieder der Gruppe wurden in der Vergangenheit wegen Volksverhetzung verurteilt. Urban selbst hatte unter anderem mehrfach Juden und den Staat Israel beschimpft sowie die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert. Medienberichten zufolge hat er sich in die USA abgesetzt. Ein weiterer Prediger, Moses Golla, ist laut „Spiegel TV“ inzwischen ebenfalls in die Vereinigten Staaten ausgereist.
|
|
Auf der Internetseite der Gruppierung hat Urban seine Antworten auf die Anfrage des Senders veröffentlicht. Darin bekräftigt er, dass sie „queerfeindlich“ sei. „Selbstverständlich. Welcher normale Mensch ist das nicht?“ Außerdem wende sich seine Gruppe gegen das Judentum und „alle anderen falschen Religionen“.
|
Laut der Fachstelle für Weltanschauungsfragen der badischen Landeskirche ist die Gruppierung Teil der „Faithful Word Baptist Church“ in Tempe (US-Bundesstaat Arizona). Sowohl die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Pforzheim (Baptisten) als auch der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hatten die Aussagen der Gruppierung bereits in der Vergangenheit verurteilt. Auf IDEA-Anfrage hatte der BEFG bereits im Juni 2023 mitgeteilt, dass die Sekte in keiner Beziehung zum Bund stehe. Leider sei die Bezeichnung „Baptisten“ kein geschützter Begriff, so dass sich auch eine solche Gruppierung so nennen dürfe.
|
|
Gassmann: Zwischen Freikirchen und Sekten differenzieren
|
|
In der Sendung wird auch auf die Angriffe der Gruppe gegen den freikirchlichen Theologen und Bibellehrer Lothar Gassmann eingegangen. Golla hatte Gott sogar gebeten, ihn zu töten. Gassmann kommt auch selbst in der Dokumentation zu Wort und wird als „erzkonservativer“ Christ und „eine Art Endzeit-Bibellehrer“ bezeichnet.
|
|
Er sieht sich insgesamt „recht sachlich“ dargestellt, wie er IDEA auf Nachfrage sagte: Die Sendung habe gezeigt, dass „die Sekte ‚FWBC Seelengewinnen‘ (früher: Baptistenkirche ‚Zuverlässiges Wort‘) mich von Gott töten und vom Staat hinrichten lassen will und dass dies mit dem Evangelium von Jesus Christus nicht vereinbar ist“. Leider werde in der Reportage aber nicht erwähnt, warum die Sekte das tue. Es gehe dabei allein um theologische Lehrfragen wie das Verhältnis von Glauben und guten Werken oder die Verlierbarkeit oder Unverlierbarkeit des Heils. Außerdem sei er nicht „erzkonservativ“, sondern „biblisch-konservativ in meiner Lehre“.
|
Keine einzige Gemeinde in Pforzheim habe mit der Gruppe Kontakt. Alle stuften sie als radikale Sekte ein. Leider jedoch werde in Stellungnahmen säkularer Medien wie dem „Spiegel“ oder der „Welt“ nicht immer genügend zwischen „Freikirchen“ und „Sekten“ differenziert, „sondern zum Teil alles in einen Topf geworfen. Das sollte geändert werden!“
|
|
ICF München: Das verletzt journalistische Standards
|
|
Ähnlich äußerte sich die ICF München auf IDEA-Anfrage. Ihr Mitarbeiter Jens Koslowski ist kurz in der Reportage zu sehen, als er in einer Predigt vor einer Verharmlosung von Abtreibungen warnt. In der ICF-Stellungnahme wird es als „unerträglich“ bezeichnet, dass die Freikirche mit der Pforzheimer Gruppierung in Verbindung gebracht werde, „die mit einem biblischen Anstrich ein radikal verzerrtes Glaubensverständnis propagiert und tatsächlich Hass predigt“. Aufrufe zur Tötung, Gewalt, Hetze oder Menschenfeindlichkeit seien niemals biblisch begründet und stünden im absoluten Widerspruch zu den zentralen christlichen Werten von Liebe, Nächstenliebe und Respekt vor der Würde jedes Menschen.
|
|
Zudem kritisiert die Freikirche, dass es in der Sendung heiße, dass dort „gegen Abtreibung gehetzt“ werde. Diese Aussage entbehre jeder Grundlage. Die Autoren des Beitrags versuchten offensichtlich nicht, theologische Gedanken in ihren Bericht zu integrieren. Bei einer Reportage über eine christliche Kirche sei das allerdings unumgänglich, so dass hier unter anderem das Prinzip der Sorgfalt, der Objektivität und ethische Standards für den Journalismus klar missachtet würden. Auch die größte christliche Gemeinschaft der Welt, die katholische Kirche, lehne Abtreibung grundsätzlich ab, da sie das menschliche Leben vom Moment der Empfängnis an als heilig und schützenswert betrachte. „Diese Sicht teilen wir.“
|
Man sei zudem erstaunt darüber, dass ein Predigtausschnitt eines Gottesdienstes genutzt, die Gemeinde aber nicht im Vorfeld kontaktiert worden sei. Stattdessen habe „Spiegel TV“ drei andere ICF-Standorte in Deutschland kurzfristig angefragt, um vor Ort drehen zu können. Aufgrund der Kurzfristigkeit hätten diese für den jeweiligen Sonntag abgesagt und um einen Vorschlag für einen anderen Drehtermin im Gottesdienst gebeten. Daraufhin hätten sie von der Redaktion nichts mehr gehört.
|
|
|
|
|
|
|
|