|
|
|
|
|
|
|
Neu: Vorherbestimmung und freier Wille: Wie passt das zusammen?
|
(Reihe Lebendiges Wasser 16) https://www.amazon.de/dp/B0HDSPL777 Gibt es einen freien Willen oder ist unser Wille geknechtet? Können wir uns für Jesus entscheiden - oder aber werden wir unwiderstehlich zu Jesus hingezogen oder verstockt? Das ist der Kernpunkt der Diskussion zwischen Calvinismus, Luthertum und Arminianismus. Der Autor versucht, von der Bibel her Klarheit in diese schwierige Frage zu bringen. Dr. Lothar Gassmann ist Theologe und Publizist. Er verfasste zahlreiche Bücher, darunter 32 Bibelkommentare.
Inhalt: Vorrede Römerbrief, Kapitel 9 Die Erwählung Israels Die Erwählung der Gläubigen ANHANG: Arminianismus und Calvinismus
|
|
Ich möchte zu Anfang ein Bild gebrauchen. Wir gehen durch eine Tür, auf der steht: „Komme zu Jesus Christus! Entscheide dich! Tue Buße! Lasse dich erretten!“ Nun lässt du dich rufen, gehst durch diese Tür durch und bist errettet. Dann drehst du dich um und liest auf der Rückseite der Tür: „Erwählt vor Grundlegung der Welt!“ ...
|
|
... In diesem Punkt bin ich nun ganz und gar reformatorisch geprägt. Gott bleibt der souverän Handelnde. Aber Er übergeht nicht die Entscheidungsfähigkeit des Menschen.
|
|
Für mich sind die Entscheidungsfähigkeit des Menschen und die Souveränität Gottes kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung: Gott wirkt alles in allem. Er behandelt den Menschen aber nicht wie eine Marionette, sondern erweckt in ihm die Entscheidungsmöglichkeit. Er zieht unseren Willen, unsere Herzen zu sich aufgrund Seiner Liebe.
|
|
Aber es gibt Menschen, die diesem Ziehen widerstehen und dann schuldig werden. Keiner kommt durch Gottes Liebeswillen in die Hölle, sondern durch eigene Ablehnung. Versteht ihr den Unterschied? Dies ist ganz wichtig!
|
|
Diese Unterscheidung ist eine der schwierigsten theologischen Themen. Aber ich möchte doch sagen, dass der Mensch als Ganzer und auch sein Wille durch die Sünde verderbt sind. Er ist tot in Sünden, kann allerdings erweckt und erneuert werden durch Gott, durch Seinen Heiligen Geist. Deshalb sagt der Herr Jesus in Johannes 6, 44: Es kann niemand zu Mir kommen, es sei denn, ihn zieht der Vater.
|
|
Das ist das Geheimnis. Es kann sich niemand bekehren, wenn Gott ihn nicht zieht. Aber Gott möchte jeden Menschen ziehen, denn Er möchte ja, dass alle gerettet werden. Aber manche Menschen verstocken sich gegen dieses Ziehen Gottes. Das schließt die Entscheidungsfähigkeit des Menschen nicht aus.
|
|
Stellt euch vor, dass ihr jemanden zieht und dieser zieht plötzlich dagegen. Dies ist dann eine Entscheidung gegen Gott. Wunderbar aber ist es, wenn wir uns mit Gottes Seilen der Liebe ins Himmelreich ziehen lassen.
|
Als Menschen, die so gezogen werden, haben wir zu antworten. Gott zieht niemanden gegen seinen vom Heiligen Geist eingegebenen Willen. Jedoch können wir nur zu Gott kommen, weil Er uns zieht und uns in Jesus bei Sich haben möchte. Wenn wir uns aber unbußfertig verschließen und daraufhin von Gott verstockt werden – dies wird in der Betrachtung des Pharao noch deutlicher – dann hört das Werben Gottes einmal auf. ...
|
|
|
|
|
|
|
|