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Gottesdienst direkt neben dem abgerissenen ev. Gemeindezentrum (Fotos: Alfonso Picone)

Kirchen schließen, aber gläubige Christen werden aktiv!

PFORZHEIM. Zur Nachahmung empfohlen! Baut überall bibeltreue Gemeinden!
Erstmals nach fünf Jahren wieder Gottesdienst auf dem Sonnenhof
Das ehemalige evangelische Gemeindezentrum auf dem Pforzheimer Sonnenhof (Konrad-Adenauer-Straße) wurde in den Jahren 2021 bis Anfang 2022 vollständig abgerissen. Jetzt fand erstmals wieder ein Gottesdienst direkt neben der Baugrube statt, wo früher das evangelische Gemeindezentrum stand.
Veranstalter war aber nicht die Evangelische Landeskirche, sondern ein auf dem Sonnenhof wohnhaftes Ehepaar, das das Gemeindehaus und geistliche Leben auf dem Sonnenhof vermisst. Es lud den ehemaligen Pforzheimer Pfarrer Sebastian Schulte (Salmbach) vom Verein „Lebenshaus“ ein, dort einen Gottesdienst zu halten. Der Theologe Lothar Gassmann hielt die Schriftlesung und sprach ein Gebet. Umrahmt wurde die gut besuchte Veranstaltung zum Thema „Jesus, das einzige Fundament für unser Leben“ von einer Singgruppe mit der Huchenfelder Sängerin Yvonne Grusenick.
Die Veranstalter Alfonso und Jasmin Picone schreiben über die Motivation für diese Veranstaltung: „Wo früher Menschen zum Gottesdienst zusammenkamen und das Wort Gottes gehört haben, befindet sich heute eine Baugrube. Gerade dieser Anblick hat uns zum Nachdenken gebracht. Wir haben uns gefragt: Warum sollte hier nicht wieder Gottesdienst gefeiert werden? Warum sollten die Menschen im Sonnenhof nicht wieder die Möglichkeit haben, gemeinsam Gottes Wort zu hören?“
Aus diesem Gedanken sei der Wunsch entstanden, „selbst einen Gottesdienst im Sonnenhof zu veranstalten“. Gemeinsam mit befreundeten Pastoren haben sie diesen Gedanken nun in die Tat umgesetzt.
Das Ehepaar möchte, „dass dieser Stadtteil wieder ein Ort wird, an dem Menschen zusammenkommen, Hoffnung erfahren und das Wort Gottes hören können“. Ihr Wunsch als Familie sei es, „mit diesem Gottesdienst einen kleinen Beitrag zu leisten und ein Segen für den Sonnenhof und seine Menschen zu sein.“ Sie möchten den Menschen im Sonnenhof zurufen: „Das Wort Gottes ist nicht verschwunden. Die Hoffnung ist nicht verschwunden. Gott ist da.“
Der Andrang der Besucher war eine starke Ermutigung, diesen Weg fortzusetzen und weitere Gottesdienste überall dort zu veranstalten, wo keine Gemeindehäuser mehr stehen.

Ein Leser schrieb zu dieser Meldung:
Vielen Dank für diese ermutigende und rührende Nachricht!
Ich finde diese Initiative wirklich stark. Wo früher ein Gemeindehaus stand und heute nur noch eine Baugrube ist, wurde wieder Gottes Wort verkündigt. Das zeigt: Ein Gebäude kann abgerissen werden, aber Gottes Wort und die Gemeinde Jesu verschwinden dadurch nicht.
Die Kirche ist vor allem: die MENSCHEN, die zu Christus gehören, und nicht die MAUERN.
Das erinnert mich an das Wort Jesu:
„Ich will meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,18)
Und auch an die Worte des Apostels Paulus:
„Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1. Korinther 3,11)
Deshalb ist auch das Thema dieses Gottesdienstes so passend: „Jesus, das einzige Fundament für unser Leben.“
Wenn Christus das Fundament ist, kann selbst an einem Ort, an dem ein Kirchengebäude abgerissen wurde, wieder geistliches Leben entstehen.
Möge Gott Alfonso und Jasmin Picone, Sebastian Schulte, Lothar Gassmann, Yvonne Grusenick und alle, die sich daran beteiligen, reich segnen und ihnen Mut und Weisheit schenken, diesen Weg weiterzugehen. Vielleicht ist dieser Gottesdienst tatsächlich nur ein kleiner Anfang – und Gott kann daraus noch etwas viel Größeres entstehen lassen - in Pforzheim und vielen weiteren Orten in unserem Land, wo Kirchen geschlossen oder abgerissen wurden...
Das Wort Gottes ist nicht verschwunden. Die Hoffnung ist nicht verschwunden. Gott ist da!