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Viele Ausleger machen um das HOHELIED SALOMOS einen Bogen, da es ihnen zu schwierig ist.
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Ist es wirklich „nur“ ein Liebeslied zwischen Salomo und Sulamith - oder steckt noch mehr dahinter?
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In dieser Einführung werden die unterschiedlichen Auslegungsmöglichkeiten erklärt und bewertet. Der Verfasser vermittelt einen inhaltlichen Einblick in diese Perle hebräischer Dichtkunst inmitten der Heiligen Schrift.
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Das Hohelied wird auch das „Lied der Lieder“ genannt, auf Hebräisch „schir ha schirim“, auf Griechisch: „asma asmathon“, und auf Lateinisch: „canticum canticorum“. Man findet es in verschiedenen Bibeln und Bibelübersetzungen so auch in der „Septuaginta“ (Griechisch) oder „Vulgata“ (Lateinisch).
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Nach bibeltreuer Sicht ist Salomo der Verfasser, so wie es auch im Hohelied, Kapitel 1, Vers 1 ausdrücklich steht: Das Lied der Lieder von Salomo.
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Salomo schrieb dieses Lied ungefähr 965 vor Christus in seiner guten Zeit. Natürlich gibt es Bibelkritiker, die das Lied später datieren, aber dies muss uns nicht bekümmern.
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Es ist ein Liebeslied zwischen Salomo und – das sage ich bewusst! - seiner Frau, die er kennenlernt. Die Liebe entsteht und sie wächst; es gibt Rückschläge und Enttäuschungen; ein erneutes Zusammenkommen und endet schließlich mit der Hochzeit, dem Lebensbund, in welchem dann auch die Freude in der ehelichen Gemeinschaft beschrieben wird - und zwar geistlich, geistig, seelisch und auch körperlich. Dies ist der Grund, warum dieses Buch in der Bibel eine gewisse Sonderstellung hat.
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Es wird immer wieder behauptet, dass Gott leibfeindlich sei. Dies ist aber nicht so. Die Sexualität gehört zur Ehe. So findet man einige Bibelstellen im Hohelied, welche, wenn man sie wörtlich betrachtet, eine Beschreibung der körperlichen Liebe beinhalten. Gott ist nicht leibfeindlich, aber die Sexualität hat ihren von Gott zugeordneten Platz.
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Salomo hat viele Frauen gehabt, durch welche er leider zum Götzendienst verleitet wurde. Aber das Hohelied ist ein Lied über seine geliebte Frau Sulamith. Aus diesem Grunde wird das Lied auch in die Frühzeit Salomos datiert. Wie wir nachher im Lied erfahren, übertrifft Sulamith alle anderen Frauen Salomos.
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Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Hohelied ein wirkliches Lied, das im alten Israel gesungen wurde. Es ist sehr romantisch abgefasst. Erinnert sei hier an die sogenannte „Minne“ im Mittelalter. Minne ist ein altes Wort für Liebe. Damals haben sogenannte „Minnesänger“ vor den Burgen mit der Laute ihren Burgfräulein Liebeslieder vorgetragen. Diese Tradition der Liebeslieder hat sich bis heute gehalten. So gibt es auch heute unzählige Liebeslieder – in unterschiedlicher Qualität.
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Das Hohelied ist ein Liebeslied, welches von Gott inspiriert ist - mit einer einzigartigen Poesie, an die kein Goethe und kein Schiller herankommt. Es lohnt sich sehr, es zu lesen. ...
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Salomo spricht: Esst, meine Freunde, trinkt und berauscht euch an der Liebe! Hier ist die Liebe in der Ehe gemeint - und allegorisch gedeutet Gottes ewige Liebe, die Glückseligkeit.
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5, 2: Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Geliebten, der anklopft! „Tu mir auf, meine Schwester, meine Freundin, meine Taube, meine Makellose; denn mein Haupt ist voll Tau, meine Locken voll von den Tropfen der Nacht!“
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Nun folgen die für manche anstößigen Beschreibungen, die man aber auch geistlich deuten kann:
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Vers 3: „Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie sollte ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen, wie sollte ich sie wieder besudeln?“ Sulamith schenkt sich dem König Salomo in der Ehe.
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Geistlich gesehen gilt für den Christen: Jesus klopft an die Herzenstür. Wir geben uns Ihm hin. Wir ziehen das alte Kleid der Sünde aus – mit allen Flecken und Runzeln – und ziehen das neue Kleid Seiner Gerechtigkeit an, die Er am Kreuz durch Sein Blut für uns erworben hat.
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Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie sollte ich es wieder anziehen? Gemeint ist das Kleid des alten Lebens. Das Alte ist Vergangenheit. Der alte Mensch ist am Kreuz mit Jesus gestorben. Auch in der Taufe wird das Sterben des alten Menschen und die Auferstehung des neuen symbolisiert. Ausführlich nachzulesen in Epheser 2+3: Das neue Leben in Christus.
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Weiter lesen wir: Ich habe meine Füße gewaschen, wie sollte ich sie wieder besudeln? Hier sehen wir eine Parallele zur Fußwaschung im Neuen Testament, die der Herr Jesus an Seinen Jüngern vollzogen hat. Er hat uns ein Vorbild gegeben und auch wir sollen einander die Füße waschen als Zeichen der Liebe und der Vergebung untereinander. ...
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