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Fall Gassmann: Wie Sektierer bibeltreue Christen fertigmachen
Der christliche Informationsdienst TOPIC schreibt: Es ist paradox: In der Coronazeit hatte der bekannte Theologe und Publizist Dr. Lothar Gassmann in einem aufsehenerregenden Prozess mehr Meinungsfreiheit für alle erstritten, die im Internet-Kanal YouTube Informationen und Meinungen veröffentlichen. Jetzt trifft ihn unter dem Banner dieser erkämpften Meinungsäußerung persönlich etwas, womit er nicht rechnen konnte. Trotz zahlreicher Beschwerden von Zuschauern wurden heftige Verleumdungsvideos gegen Gassmann und andere prominente Christen wie Olaf Latzel, Tobias Riemenschneider, Roger Liebi und Markus Voss bisher nur selten bei YouTube gelöscht. In zwei Fällen hat sich Gassmann deshalb entschlossen, Strafanzeige zu stellen: Im ersten Fall geht es um eine Gruppierung um die Personen Steven Anderson, Anselm Urban und Moses Golla, die früher unter der Bezeichnung „Baptistenkirche Zuverlässiges Wort" operierte. Sie hatte wegen theologischer Lehrunterschiede zu Gassmann Tötungsflüche gegen den Pforzheimer Theologen ins Internet gestellt. In einem weiteren Fall hat Gassmann Stephanus Oertelt angezeigt. Oertelt betreibt von Rumänien aus den Internet-Kanal „Christenheit“. Dort bezeichnet er den Pforzheimer in zahlreichen Videos als „permanenten Ehebrecher“, weil dieser nach seiner Scheidung (sie war 1998) vor 25 Jahren erneut geheiratet hat. Nachdem Gassmann, der sich als biblisch und juristisch legitim verheiratet sieht, Oertelt anzeigte, hat Oertelt in einem neueren Video Gassmann den „baldigen Tod“ vorausgesagt. Fakt ist: Auch in bibeltreuen Kreisen gibt es unterschiedliche biblische Auslegungen zu dem äußerst sensiblen Thema „Wiederheirat von Geschiedenen“. Dennoch verbietet es sich, das (vermeintliche) Privatleben anderer Christen – überhaupt von Privatpersonen – öffentlich im Internet auszubreiten und mit widerlichen Schmutz-Behauptungen zu bewerfen, sprich: zu verleumden. Der Hass von Oertelt gegen Gassmann geht inzwischen sogar so weit, dass er „Warnbriefe“ an etliche Freunde, Gemeinden, Verlage und Missionswerke geschickt hat, mit denen Gassmann zusammenarbeitet. Oertelt stammt aus dem Daniel-Werner-Kreis, einer kleinen gesetzlichen Gruppe, die zum Beispiel christliche Feiertage, das Gebet zu Jesus, das Kreuz als Symbol, Wein beim Abendmahl sowie andere christliche Gemeinden strikt ablehnt und alle Zweitehen nach einer Scheidung – egal, was vorausging – als ungültig ansieht.
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Inzwischen liegt der Fall „Oertelt“ bei der Staatsanwaltschaft. Wie Gassmann TOPIC mitteilte, habe sich auch ein Anwalt gemeldet, der Verbindungen zu einer namhaften Organisation hat, die für verfolgte Christen weltweit juristisch kämpft.
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TOPIC-Informationsdienst 9/2026 (mit freundlicher Erlaubnis)
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P.S.: Bei der Organisation handelt es sich um die ADF („Alliance Defending Freedom“, „Allianz zur Verteidigung der Freiheit“). Die ADF unterstützt verfolgte Christen wie etwa die frühere finnische Innenministerin Päivi Räsänen juristisch und hat in den USA 2022 einen spektakulären Erfolg in der Revision des Urteil Roe gegen Wade errungen (gegen die Liberalisierung der Abtreibung).
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