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Die Grünen und das Neuheidentum
Es ist kein Zufall, dass die neuheidnischen Tendenzen der Grünen gerade in unseren Jahrzehnten zum Tragen kommen. In der weltanschaulichen Entwicklung der letzten 300-400 Jahre lassen sich grob drei Stufen ausmachen:
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a) Biblisch-christliches Weltbild: Die Natur wird als Schöpfung Gottes betrachtet. Der Mensch steht in der persönlichen Verantwortung vor Gott dem Schöpfer und betet ihn an.Man kann dies als das Weltbild des „christlichen Abendlandes“ bezeichnen, wie es im Mittelalter und auch noch zu Anfang der Neuzeit vorherrschend war. Es versteht sich von selbst, dass in der Praxis (im damaligen Lebensalltag) dieses Weltbild nicht selten verletzt wurde, wie ja überhaupt das „christliche Mittelalter“ voll von äußerst unchristlichen Verdrehungen des Evangeliums war. Aber die weltanschauliche Basis war eben doch von dem Schöpferglauben geprägt.
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b) Materialistisches Weltbild: Es sieht die Natur als gegeben und vom Menschen (je nach dem Stand seiner technischen Möglichkeiten) beliebig manipulierbar an. Einen Gott, dem man verantwortlich wäre, gibt es nicht bzw. er braucht nicht zu interessieren. Der Mensch „betet“ sich selbst bzw. den „Fortschritt“ an.Dieses Weltbild gelangte ideologisch vor allem durch Teile der Aufklärung, den Marxismus-Sozialismus und den Evolutionismus (Haeckel), „technisch“ durch die Industrielle Revolution zur Entfaltung und erlebte seine Blütezeit im 19. Jahrhundert und in den ersten drei Vierteln des 20. Jahrhunderts. In den marxistischen Diktaturen wurde es bekanntlich zur Staatsreligion, aber seine Einflüsse in den übrigen Ländern sind nicht minder beeindruckend. Ob Naturwissenschaften, ob Schulmedizin, ob Massenmotorisierung oder Chemie-Landwirtschaft, ob Beton-Architektur oder Science-Fiction-Romane: überall trat der Glaube, dass der Mensch seine Umwelt technisch zu erobern und zu beherrschen habe und auch seine Probleme (einschließlich Gesundheit und Lebensstandard) technisch lösen könne, seinen Siegeszug an.
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c) Neoheidnisches, „grünes“ Weltbild: Technik und „Fortschritt“ sind in ihrer Fragwürdigkeit erkannt und entthront. Es wird wieder ein Gegenüber angebetet – aber nicht Gott, sondern die Natur, im Rückfall in vorchristliche Naturreligionen und Naturmystik. Dieses Weltbild ist natürlich erst ansatzweise vorhanden und hat das materialistische Weltbild noch lange nicht verdrängen können. Aber es ist bemerkenswert, mit welcher Energie es vorwärtsdrängt. In diesem Zusammenhang muss man auch die wachsende Beschäftigung mit dem Okkulten sehen – ebenfalls ein Phänomen, das noch vor einigen Jahrzehnten in diesem Ausmaß undenkbar gewesen wäre.
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Dass die neuheidnische Ökologie-Religion historisch nicht als sofortiger Gegenschlag gegen das Christentum auftaucht, sondern erst nach einer langen Periode der Herrschaft des Materialismus, ist kein Zufall und kann nicht genug betont werden. In jedem Menschen (auch im sogenannten modernen Menschen) steckt ein Ursehnen nach Sinn, innerem Frieden, Erfüllung, kurz: nach Gott. Nur Gott selbst kann dieses Sehnen auf Dauer befriedigen.
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Der hemmungslose Materialismus in der Gesellschaft und der theologische Säkularismus in den Kirchen haben diesen Gottesbezug jedoch auf weite Strecken zerstört. Damit musste das Ursehnen des Menschen sich ein neues Objekt suchen, und es fand dies zunächst im vulgärwissenschaftlichen Fortschrittsglauben sowie (in erster Linie in den Wohlstandsländern) im Konsummaterialismus des Lebensstandards.
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Was wir nun heute in breiten Schichten der jüngeren Generationen erleben, ist das, was früher oder später kommen musste: die große Frustration und Leere, die Entdeckung, dass man Autos und Hobbies eben nicht essen kann, dass Fernsehen, Taschengeld und Führerschein mit 18 eben nicht glücklich machen, dass Mikroelektronik und Weltraumfahrt zwar das Gehirn begeistern können, aber nicht die Seele. Hinzu kommt die schockierende Erkenntnis, dass der Wohlstandsmaterialismus Umweltkatastrophen riesigen Ausmaßes heraufbeschworen hat.
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Diese Entdeckung, dieser Schock ist an und für sich heilsam und notwendig. Die Tragik besteht darin, dass in so vielen Fällen der Protest gegen den Fortschritts- und Wohlstandsmaterialismus nicht zu dem einzig realen Ziel der Sehnsucht (zu Gott) zurückführt, sondern in neuheidnische Naturreligion und -mystik. Neue Leere und Frustration sind damit vorprogrammiert.
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Man muss sich sogar fragen, ob die neuheidnischen Tendenzen überhaupt einen radikalen Bruch mit dem Materialismus bedeuten. Denn das, was angebetet wird, ist ja nicht Gott, sondern die Schöpfung, also im Grund wieder die Materie. Wir stehen hier vor der scheinbar paradoxen Situation einer Spiritualisierung des Materialismus. (Wo das klassisch-marxistische Element überwiegt, geschieht noch nicht einmal das).
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Ziehen wir Bilanz: Unter den Ansichten der Grünen finden sich manche Berührungspunkte mit dem christlichen Glauben. Diese Berührungen sind jedoch nur oberflächlich; das ideologische Fundament der Grünen ist eindeutig nichtchristlich.
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Die Hauptwurzeln bilden der Rousseausche Glaube an die gute Natur des Menschen, die hinduistisch-buddhistisch-Schopenhauersche Lehre von der Nichtigkeit des Einzelwesens, der marxistisch-neomarxistische Glaube an die vom Menschen zu schaffende diesseitig-paradiesische Gesellschaft sowie allgemein eine schwärmerische Erwartung des Heils aus allem Natürlichen (Naturtriebe, Naturmystik, Naturreligionen usw.). Die dialektische Relativierung alles Bestehenden führt zu einer Verwässerung und Auflösung sämtlicher Werte und Autoritäten, insbesondere auch biblischer Gebote und Schöpfungsordnungen.
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Die Bibel betont hingegen die Verfallenheit jedes Menschen an die Sünde. Sie betont die Verantwortlichkeit, die Ansprechbarkeit und den Wert jedes einzelnen Menschen vor Gott. Sie betont die Gültigkeit der von Jesus bestätigten und gesetzten Gebote und Schöpfungsordnungen. Sie betont die Erlösungsbedürftigkeit jedes Menschen und zeigt als einzigen Weg zur Erlösung den Glauben an Jesus Christus, den für uns gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes. Sie erteilt jeder Vergötzung der Natur, der gefallenen Geschöpflichkeit, eine Absage.
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Sie lehrt die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung, aber zugleich auch das Vertrauen auf das Weltregiment Gottes, der durch Leiden und Dunkelheit hindurch seine Gemeinde sammelt und zu einem guten Ende führt. Allein Gott ist gut (Matth. 19, 17), und allein er kann deshalb das verlorene „Paradies“ neu schaffen (Offb. 21). Dies gilt es gegenüber allen Versuchen des Menschen, sich selbst und die Natur zu erlösen, klar zu sehen. Menschenwerk, so notwendig es ist, bleibt immer Vorläufiges; Gottes Wort aber schafft Bleibendes.
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Gott kommt in der Philosophie der Grünen nicht vor - und wenn, dann nur als überholte Entwicklungsstufe in der Menschheitsgeschichte vor der Zeit der Aufklärung. Der lebendige Gott sprengt aber alle geschichtlichen und gesellschaftlichen Grenzen. Er ruft jeden Einzelnen (!) direkt zur Entscheidung, zur Verantwortung, zum Glauben, zum Heil.
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Wer Gott aus seiner Weltbetrachtung ausklammert, verengt damit seinen Blickwinkel und sieht alle Dinge in einer falschen Perspektive. Ihm erscheint vieles machbar, was ohne Gott kein Mensch machen kann (z. B. ewiger Friede, absolut gute Gesellschaft, absolut unberührte Natur). Ihm erscheint auch vieles unmöglich, was mit Gott für jeden möglich ist (z. B. Befreitsein von Schuld; Getröstetsein im Leiden; lebendige Hoffnung; ewiges Leben; echte Weisheit und Kraft, um Probleme anzugehen).
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Es wäre ein Zeichen der Hoffnung, wenn die Grünen und alle, die es noch nicht getan haben, ihren Blickwinkel in diesem Sinne erweiterten.
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Dies war ein Auszug aus dem Buch:
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Was steckt wirklich dahinter?
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Jeremia-Verlag, 244 Seiten, 15 Euro
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„Grün war die Hoffnung. Sie ist es für mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr! Die Grünen haben seit ihrer Gründung manche äußeren Wandlungen durchgemacht, aber im innersten Kern ist ihre Weltanschauung die gleiche geblieben. Bei dieser Weltanschauung handelt es sich um eine Kombination von Neomarxismus und Naturmystik.“
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Dr. Lothar Gassmann, einstmals einer der Wegbereiter der Grünen und Autor dieses Buches
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„An diesem Buch kommt kein ernsthafter Diskutant der Grünen vorbei!“
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Helmut Matthies, langjähriger Chefredakteur des „Informationsdienstes der Evangelischen Allianz" (IDEA)
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„Wenn die Grünen mit ihrer Fünf-vor-zwölf-These Stimmen fangen, dann ist es bereits eins vor zwölf für dieses Buch!“
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Peter Hahne, Journalist, Bestsellerautor und langjähriger Redakteur des „Heute-Journals“
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Fragen Sie bitte in Ihrer Buchhandlung oder bestellen Sie bei: Jeremia-Verlag,
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Breite Str. 155, D-76135 Karlsruhe, Tel. 0721-470 519 15, Fax 0721-470 519 17
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