Share this emailCopy the public link or share it on your favorite channel.
Logo 66dpi H3cm

Trauriges Jubiläum:
Seit 25 Jahren habe ich Hausverbot bei der Liebenzeller Mission, die früher meine geistliche Heimat war.

Wer wissen will, wie es dazu kam und was damals wirklich geschehen ist, möge bitte die Dokumentation in meinem Buch PIETISMUS WOHIN lesen: https://l-gassmann.de/produkt/pietismus-wohin-evangelikale-wohin-warnung-vor-zeitgeist-oekumene-spassgesellschaft-bibelkritik/
(Ich maile sie Interessierten gerne zu: mail@l-gassmann.de )
Immer noch bete ich um Umkehr und ein Gespräch auf Augenhöhe.
Der folgende Brief an die Leitung der Liebenzeller Mission vom März 2000 war der Grund für das Hausverbot, das inzwischen 25 Jahre besteht.
Urteilt bitte selbst, ob dies angemessen ist:

Liebe Brüder und Schwestern,
aus großer Sorge schreibe ich diesen Brief - aus Sorge, dass durch das CTL-Programm die Bibelkritik in Eure Seminare eindringt bzw. bereits eingedrungen ist. Bibelkritik aber bedeutet früher oder später das Ende der geistlichen Vollmacht. Das zeigt die Geschichte von Werken, die einmal gut angefangen haben, dann aber durch den Geist der Bibelkritik und des Liberalismus geistlich wirkungslos wurden (z.B. Kirchliche Hochschule Bethel, Basler Mission).
Anlaß zu dieser Befürchtung bilden Beobachtungen, die ich schon seit einiger Zeit als Außenstehender bruchstückweise aus dem Unterricht - insbesondere im benachbarten Bad Liebenzell - mitbekomme (z.B. Literarkritik, Quellenscheidung, "echte" und "unechte" Paulusbriefe, Spätdatierung von Daniel, "Deuterojesaja" u.a., was von Lehrkräften entweder gelehrt oder "offengelassen" wird). Der Blick in das nun vorliegende CTL-Jahresprogramm verstärkt meine Befürchtungen, denn die Pflichtlektüre für die Lehrveranstaltungen besteht zu über 60 Prozent aus - mehr oder weniger radikaler - bibelkritischer Literatur (von Peter Stuhlmacher und Gerhard von Rad über Herbert Donner und Rudolf Schnackenburg bis zu Udo Schnelle, O. H. Steck und sogar Walter Hollenweger und Hans Küng). Konservative bibeltreue Autoren, die konstruktive Alternativen zur Bibelkritik erarbeitet haben, wie z.B. Erich Mauerhofer, Georg Huntemann und Eta Linnemann fehlen hingegen im Studienführer völlig.
Wird hier die Bibeltreue einer falsch verstandenen "Wissenschaftlichkeit" geopfert? Falls das so ist - und ich diskutiere gerne darüber und lasse mich auch korrigieren, wenn ich mich mit diesen Beobachtungen irren sollte - falls das aber so ist, zahlt Ihr dafür einen hohen Preis.
Liebe Brüder und Schwestern, bitte überdenkt diesen Kurs und kehrt auf einen konsequent bibeltreuen Weg (etwa in Einklang mit der "Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift") zurück, denn nur in konsequenter Bibeltreue in jedem Bereich liegt Vollmacht und Segen ... Schalom, euer Lothar Gassmann


P.S.: Ich habe Eure Werke in der Vergangenheit - gerade wegen der bibeltreuen Haltung - immer sehr geschätzt und manchen Segen dadurch empfangen dürfen.