Interview im christlichen Literaturblog  NIMM UND LIES

Dr. Lothar Gassmann – Theologe und Publizist im Gespräch

19. September 2011 von alex

Wie nur wenige im evan­ge­li­ka­len Raum beschäf­tigt sich Dr. Lothar Gas­s­mann bereits seit drei Jahr­zehn­ten mit bib­li­scher Apo­lo­ge­tik, der Ver­tei­di­gung des christ­li­chen Glau­bens. In einem Inter­view mit NIMM UND LIES machte Dr. Gas­s­mann deut­lich, dass er darin kei­nes­wegs sei­nen ein­zi­gen Auftrag sieht.

NIMM UND LIES: Herr Dr. Gas­s­mann, seit 2009 arbei­ten Sie im Dienst des Christ­li­chen Gemein­de­diens­tes (CGD). Was sind die Ziele des Vereins?

Dr. Gas­s­mann: Die Ziele des CGD sind in sei­ner Sat­zung und auf sei­ner Home­page zusam­men­ge­fasst. Ich zitiere fol­gen­des daraus:

„Der Christ­li­che Gemeinde-Dienst (CGD) e.V. wurde im Jahre 2009 in Pforz­heim (Deutsch­land) gegrün­det. Er ist gemein­nüt­zig tätig, um christ­li­che Gemein­den und Werke in Deutsch­land, Europa und welt­weit zu för­dern. Er ver­folgt fol­gende Ziele:

  1. Zweck des Ver­eins ist die Ver­brei­tung, För­de­rung und Pflege des christ­li­chen Glau­bens auf der Grund­lage der Bibel.
  2. Die­ses Ziel soll ins­be­son­dere erreicht wer­den durch:
  • Ver­brei­tung christ­li­cher Lite­ra­tur, Zeit­schrif­ten, Ton­trä­ger und ähnli­cher Medien.
  • Ver­an­stal­tung von Vor­trä­gen, Semi­na­ren und der­glei­chen, Evan­ge­li­sa­tion und Schu­lung christ­li­cher Gemein­den und Werke.
  • Unter­stüt­zung missionarisch-diakonischer Tätigkeiten.

Der CGD arbei­tet allein auf der Grund­lage der Hei­li­gen Schrift, ist von Dach­ver­bän­den jeder Art unab­hän­gig und steht Gemein­den und Ein­zel­per­so­nen zur Ver­fü­gung, die sei­nen Rat suchen. Mit der ins Anti­christ­li­che mün­den­den ökume­ni­schen Bewe­gung hat er nichts zu tun, son­dern er warnt die kleine Herde‚ der wahr­haft Gläu­bi­gen vor ihr.
Zur Auf­klä­rung über Zeit­strö­mun­gen und zur War­nung vor Sek­ten, Kul­ten und Ideo­lo­gien betreibt er ein Apo­lo­ge­ti­sches Insti­tut. Gleich­zei­tig möchte er der ange­foch­te­nen Gemeinde der End­zeit gesunde bib­li­sche Lehre zur Stär­kung ver­mit­teln.
Zu die­sem Zweck ver­öf­fent­licht der CGD vier­tel­jähr­lich die Zeit­schrift DER SCHMALE WEG. Ori­en­tie­rung im Zeit­ge­sche­hen in einer gedruck­ten Auf­lage von etli­chen Tau­send Exem­pla­ren und zusätz­lich der Mög­lich­keit, sie im Inter­net herunterzuladen.“

NIMM UND LIES: Wel­che Tätig­keit erfül­len Sie in diesem Werk?

Dr. Gas­s­mann: In der Nach­folge von Jesus Chris­tus ist es mein Haupt­auf­trag, als Pre­di­ger, Leh­rer und Evan­ge­list dort zu die­nen, wo Gemein­den, Werke und Haus­kreise mich ein­la­den. Damit ist auch Seel­sorge an suchen­den, ange­schla­ge­nen und geist­lich hei­mat­lo­sen Men­schen ver­bun­den. Es ist immer wie­der eine Freude, wenn Men­schen zu Jesus fin­den oder auf dem schma­len Weg mit Ihm bewahrt werden.

Um Men­schen zu hel­fen, aus Ver­füh­run­gen her­aus­zu­kom­men, und sie vor fal­schen Pro­phe­ten zu war­nen, führe ich eine umfang­rei­che Kor­re­spon­denz über Irr­leh­ren, Reli­gio­nen, Sek­ten und eso­te­ri­sche Strö­mun­gen. Dies ist nicht immer ein­fach, aber not­wen­dig, und benö­tigt viel Gebet.

Als Publi­zist schreibe ich Auf­sätze und Bücher und stelle alle drei Monate Bei­träge für unsere CGD-Zeitschrift DER SCHMALE WEG zusam­men. Die Her­aus­gabe die­ser neuen Zeit­schrift (sie erscheint seit dem Jahre 2009) prak­tisch aus dem Stand her­aus war ein Glau­bens­wag­nis, aber Gott hat es bestä­tigt. Viele bewe­gende Leser­zu­schrif­ten ermu­ti­gen uns wei­ter­zu­ma­chen, auch wenn vie­les, was wir ver­öf­fent­li­chen, heut­zu­tage unpo­pu­lär ist. Aber wir möch­ten nicht den Leu­ten nach dem Mund reden, son­dern treu Got­tes Wort ver­kün­di­gen und es in eine immer gott­lo­ser wer­dende Welt und laue Chris­ten­heit klar und deut­lich hin­ein­ru­fen, solange Jesus uns dafür noch Zeit und Kraft schenkt.

NIMM UND LIES:
 Sie haben in den letz­ten Jahr­zehn­ten rund 100 Bücher ver­fasst und her­aus­ge­ge­ben. Oft sind es sehr spe­zi­elle The­men. Wie schafft man es, so viele bib­lisch fun­dierte Bücher zu ganz unter­schied­li­chen Fra­gen zu verfassen?

Dr. Gas­s­mann:
 Ich habe dies als Auf­trag vom HERRN erfah­ren. Er hat mich in jedes ein­zelne Thema hin­ein­ge­führt. Vie­les in mei­nen Büchern ist sel­ber durch­lebt und wurde anschlie­ßend von mir anhand der Bibel in Form eines Buches auf­ge­ar­bei­tet. Es soll dadurch eine Hilfe für die Men­schen sein, die ähnli­che Ent­wick­lun­gen durch­ma­chen und ähnli­che Situa­tio­nen erleben.

NIMM UND LIES: Wor­über schrei­ben Sie meis­tens? Was sehen Sie als Ihre Berufung?

Dr. Gas­s­mann:
 Meine Beru­fung sehe ich darin, Men­schen zu hel­fen, dass sie Chris­ten wer­den, und Chris­ten zu hel­fen, dass sie Chris­ten blei­ben. Alle meine Bücher und Arti­kel beinhal­ten diese Zielsetzung.

Die ein­zel­nen The­men sind dabei recht unter­schied­lich und doch gibt es einen „roten Faden“ darin. Meine ers­ten Bücher in den 80er Jah­ren befass­ten sich mit The­men wie Grup­pen­dy­na­mik, Die Grü­nen, Eso­te­rik, New Age und Anthro­po­so­phie, da ich mit allen die­sen Strö­mun­gen Kon­takt hatte bzw. sel­ber zeit­wei­lig in sie ein­ge­bun­den war. Ich habe mich dann von der Bibel her mit die­sen Strö­mun­gen aus­ein­an­der­ge­setzt und mich von ihnen gelöst. Durch meine Bücher möchte ich, wie schon gesagt, auch ande­ren Men­schen hel­fen, von unbib­li­schen Ein­flüs­sen frei­zu­kom­men und zu Jesus Chris­tus zu finden.

In den Jah­ren 1993 bis 2008 war ich zuerst Dozent an einer theo­lo­gi­schen Aka­de­mie und danach Sek­ten– und Welt­an­schau­ungs­be­auf­trag­ter bei einer evan­ge­li­ka­len Arbeits­ge­mein­schaft. In die­ser Zeit habe ich meine Beschäf­ti­gung mit theo­lo­gi­schen und apo­lo­ge­ti­schen The­men (also Fra­gen, die die Ver­tei­di­gung des christ­li­chen Glau­bens betref­fen) wei­ter ver­tie­fen kön­nen, wor­aus durch Got­tes Gnade meh­rere Buch­rei­hen ent­stan­den sind: die „Reihe Auf­klä­rung“, die Reihe „Klei­nes Hand­buch“, Die „Aktu­elle Reihe“ u.a.; außer­dem das „Hand­buch Ori­en­tie­rung“ und „Christ­wiki“ im Inter­net. Daran haben auf meine Initia­tive hin auch andere Auto­ren, zum Bei­spiel frü­here Stu­den­ten von mir, mitgearbeitet.

Dies hat mir viel Freude gemacht, doch kam es im Jahre 2009 zu einer neuen Wei­chen­stel­lung in mei­nem Dienst. Diese mün­dete dann in die Grün­dung des CGD ein und ermög­lichte es mir, mich noch stär­ker auf die Aus­le­gung des Wor­tes Got­tes zu kon­zen­trie­ren. Darin sehe ich mei­nen eigent­li­chen Haupt­auf­trag, wäh­rend die Aus­ein­an­der­set­zung mit unbib­li­schen Strö­mun­gen zwar wich­tig, aber letzt­lich doch nur not­wen­di­ges Bei­werk ist. Wer die Bibel kennt und sie in einer unver­fälsch­ten, urtext­na­hen Über­set­zung liest, ist vor Ver­füh­rung am bes­ten geschützt. Des­halb ver­kün­dige ich die Bot­schaft der Bibel mit gro­ßer Freude und hof­fent­lich anste­cken­der Begeisterung.

NIMM UND LIES: Wel­ches Ihrer Bücher bedeu­tet Ihnen am meisten?

Dr. Gas­s­mann: Ich lese inzwi­schen fast nur noch die Bibel und im Ver­gleich dazu nur noch sel­ten die Bücher ande­rer Auto­ren, auch nicht meine eige­nen Bücher, sobald sie ver­öf­fent­licht sind. Da Sie mich aber nach dem bevor­zug­ten Buch unter mei­nen eige­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen fra­gen, würde ich ant­wor­ten: Am meis­ten bedeu­tet mir mein Andachts­buch mit dem Titel „Jesus Chris­tus allein“, weil die­ser Titel mei­nem Lebens­motto ent­spricht. Zudem habe ich in die­sem Andachts­buch die Quint­es­senz mei­ner ande­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen sowie meine Gedichte zusammengefasst.

NIMM UND LIES:
 Ist es nicht depri­mie­rend oder zumin­dest oft undank­bare Arbeit, sich stän­dig mit inne­revan­ge­li­ka­len Fehl­ent­wick­lun­gen zu beschäftigen?

Dr. Gas­s­mann: Das tue ich doch nicht stän­dig, son­dern nur da, wo es nicht mehr anders geht! Aber ich gestehe: Sie spre­chen da ein sehr trau­ri­ges Thema an. Noch Ende der 90er Jahre sagte ich zu mei­nem frü­he­ren Ver­le­ger, Bru­der Fried­rich Häns­s­ler, in einem per­sön­li­chen Gespräch, dass ich froh sei, mich nur mit Sek­ten außer­halb des christ­li­chen Lagers und nicht mit inne­revan­ge­li­ka­len Pro­ble­men beschäf­ti­gen zu müs­sen. Ich hatte dies auch nie vor­ge­habt. Aber vor allem seit der Jahr­tau­send­wende sind nach mei­ner Mei­nung so viele Fehl­ent­wick­lun­gen und zeit­geis­tige Strö­mun­gen ins Lager der Evan­ge­li­ka­len ein­ge­drun­gen, dass ich  —  wie auch meh­rere andere Brü­der  —  von mei­nem Gewis­sen her dazu nicht mehr schwei­gen konnte. Dar­aus sind dann Bücher wie „Pie­tis­mus wohin?“ (mit einer War­nung vor Zeit­geist, Ökumene, Spaß­ge­sell­schaft und Bibel­kri­tik bei Evan­ge­li­ka­len) und „Pro­jekt Ein­heit. Rom, Ökumene und die Evan­ge­li­ka­len“ ent­stan­den. Aber wie schon gesagt: Dies ist nur ein klei­ner Teil mei­ner The­men. Ins­ge­samt über­wie­gen nach wie vor andere The­men, Bibel­aus­le­gun­gen und auch christ­li­che Lie­der, die Gott mir geschenkt hat.

NIMM UND LIES: Ihre Bücher sind schon bei sehr vie­len Ver­la­gen erschie­nen. Bei Häns­s­ler, Gerth­Me­dien, VLM, Ste­pha­nus, Mabo, Licht­zei­chen, Beta­nien, Ver­lag für refor­ma­to­ri­sche Erneue­rung usw. Wel­che Ent­wick­lun­gen beob­ach­ten Sie auf dem christ­li­chen Verlagsmarkt?

Dr. Gas­s­mann:
 Ich beob­achte einer­seits seit eini­gen Jah­ren eine Kon­zen­tra­tion des evan­ge­li­ka­len Ver­lags­we­sens in immer weni­ger Hän­den, ja zum Groß­teil inzwi­schen eine Mono­po­li­sie­rung nur unter einem Dach­ver­band, was für die Mei­nungs­viel­falt kata­stro­phal ist. Ande­rer­seits nehme ich eine Zer­split­te­rung in kleine und kleinste Ver­lage wahr, die oft­mals so kon­fes­sio­na­lis­tisch geprägt sind, dass sie kei­nen oder kaum Kon­takt mit­ein­an­der haben. Bei­des macht mich sehr betrof­fen und trau­rig und ich bete für eine Umkehr.

NIMM UND LIES: Auf der einen Seite stel­len Sie „libe­rale Fehl­ent­wick­lun­gen“ fest und ande­rer­seits kri­ti­sie­ren Sie „kon­fes­sio­na­lis­tisch geprägte Ver­lage“. Wie kon­fes­si­ons­ge­bun­den sollte ein Verlag sein?

Dr. Gas­s­mann: Mit „kon­fes­sio­na­lis­tisch“ meine ich kon­fes­sio­nelle Son­der­leh­ren, die über den kla­ren Wort­laut der Bibel hin­aus­ge­hen und neue Leh­ren zu ihr hin­zu­fü­gen. Man könnte hier zum Bei­spiel die Tauf­wie­der­ge­burts­lehre bei Katho­li­ken und vie­len Luthe­ra­nern, die dop­pelte Prä­des­ti­na­tion (Vor­her­be­stim­mung) bei vie­len Cal­vi­nis­ten oder die Lehre der „Unver­lier­bar­keit des Heils“ bei vie­len Dar­bys­ten nen­nen. Ich lehne Leh­ren ab, die nicht klar in der Bibel ste­hen. Nun habe ich sel­ber ein Glau­bens­be­kennt­nis für unab­hän­gige bibel­treue Gemein­den ver­fasst, habe aber in der Ein­lei­tung zu die­sem Bekennt­nis aus­drück­lich betont, dass ich mich stets von der Bibel her kor­ri­gie­ren lasse, wenn mir jemand auf­zeigt, dass eine Aus­sage darin in kla­rem Wider­spruch zur Hei­li­gen Schrift ste­hen sollte. Die­sen Ein­druck hat man bei man­chen Leh­ren im tra­di­tio­nel­len kirch­li­chen und frei­kirch­li­chen Lager lei­der nicht, son­dern eher den Ein­druck einer lehr­mä­ßi­gen Ver­här­tung und feh­len­den Kor­rek­tur­be­reit­schaft. Der Maß­stab für Lehre und Leben sollte dage­gen für einen Chris­ten allein die Bibel in ihrem Wort­sinn und Kon­text und ihrer heils­ge­schicht­li­chen Ent­fal­tung sein. Unser aller Erkennt­nis ist Stück­werk, und so soll­ten wir bei unter­schied­li­chen Erkennt­nis­sen in nicht heils­ent­schei­den­den Fra­gen als Chris­ten barm­her­zig mit­ein­an­der sein und brü­der­lich mit­ein­an­der umgehen.

NIMM UND LIES: Ihre letz­ten Bücher sind im Fromm Ver­lag erschie­nen. Die Preise lie­gen bei knapp 50 Euro und die Bücher wer­den aus­schließ­lich über Ama­zon ver­trie­ben. Sind das nicht alles Gründe, die den Absatz doch sehr gering hal­ten wer­den? Beim Ver­lag Samen­korn erscheint doch aktu­ell Ihre Aus­le­gung zur Offen­ba­rung in der Reihe „Bibel aktuell“?

Dr. Gas­s­mann: Ich bin sehr dank­bar, dass der Ver­lag Samen­korn, der von russ­land­deut­schen Men­no­ni­ten gegrün­det wurde, meine neue Aus­le­gungs­reihe „Bibel aktu­ell“ ver­öf­fent­licht. Außer der Offen­ba­rung erschei­nen darin ja auch andere Aus­le­gun­gen von mir, zum Bei­spiel über die Zehn Gebote, den Jako­bus­brief und jetzt aktu­ell über Psal­men, Gleich­nisse, Sprü­che und das Buch Pre­di­ger. Der Ver­lag Samen­korn ist aber mit die­ser Reihe voll ausgelastet.

Gerne würde ich daher, wenn Gott es schenkt, wei­tere Bücher, zum Bei­spiel über theo­lo­gi­sche The­men, Glau­bens­fra­gen, Zeit­strö­mun­gen oder Sek­ten, zusätz­lich bei ande­ren Ver­la­gen ver­öf­fent­li­chen. Aber bis­her hat sich lei­der noch nicht der pas­sende Ver­lag gefun­den. Somit ver­öf­fent­li­che ich zur Zeit einige wis­sen­schaft­li­che Werke von mir, die seit län­ge­rem ver­grif­fen waren (z.B. über ein­fluss­rei­che Theo­lo­gen der Neu­zeit und Anthro­po­so­phie), in über­ar­bei­te­ter und aktua­li­sier­ter Fas­sung beim Fromm-Verlag, einem rei­nen Print-on-Demand-Verlag, damit sie über­haupt wie­der zugäng­lich sind. Sie wer­den immer nur auf Nach­frage gedruckt, wor­aus sich die hohen Preise erklä­ren. Ich kann dies momen­tan lei­der nicht ändern.

NIMM UND LIES: Das bedeu­tet, dass Sie unter Umstän­den einen wei­te­ren konservativ-bibeltreu gepräg­ten Ver­lag grün­den werden?

Dr. Gas­s­mann: Nicht ich sel­ber. Dazu habe ich momen­tan weder Zeit noch Auf­trag. Aber sobald Gott es bib­lisch klar ste­hen­den und muti­gen Geschwis­tern aufs Herz legt, würde ich gerne einen Ver­lag unter­stüt­zen, der sich ohne ökume­ni­sche Ver­fla­chung einer­seits und ohne kon­fes­sio­na­lis­ti­sche Eng­füh­rung ande­rer­seits allein um die bibel­treue Aus­le­gung des Wor­tes Got­tes und die Abwehr unbib­li­scher Zeit­strö­mun­gen bemüht. War­ten wir ab, was Gott tut und ob er jemand in diese Auf­gabe beruft. Jeden­falls bete ich dafür.

NIMM UND LIES: Noch eine letzte Frage. Wel­che Bücher haben Sie neben der Bibel am meis­ten geprägt und wel­che Bücher emp­feh­len Sie den jun­gen Gene­ra­tio­nen besonders?

Dr. Gas­s­mann: Viele Bücher! Ich kann Ihnen hier nicht alle Titel, aber die Auto­ren nen­nen: Mar­tin Luther, Phil­ipp Jakob Spe­ner, John Bunyan, Lud­wig Hof­acker, Carl Olof Rose­nius, Charles Had­don Spur­geon, Aiden Wil­son Tozer, Arthur Ernest Wilder-Smith, Her­bert Jant­zen, Dave Hunt, John MacAr­thur, Wer­ner Gitt und andere. Von allen die­sen Brü­dern habe ich geist­lich man­ches gelernt, aber von kei­nem sein Lehr­sys­tem als Gan­zes über­nom­men. Vie­les, was diese Brü­der schrei­ben, könnte auch für die junge Gene­ra­tion eine Hilfe für einen neuen geist­li­chen Auf­bruch sein. Aber bei allen mensch­li­chen Auto­ren, so auch bei mir, gilt: Prü­fet alles, und das Gute behal­tet! Oberste Richt­schnur ist und bleibt allein die Hei­lige Schrift, das Wort des leben­di­gen Got­tes! Diese sollte auch von der jun­gen Gene­ra­tion in einer guten, unver­fälsch­ten Über­set­zung, die nahe am Urtext ist, gele­sen und beher­zigt werden.

NIMM UND LIES: Herr Dr. Gas­s­mann, wir dan­ken Ihnen für das Gespräch.

Nachtrag: Inzwischen konnte durch Gottes Hilfe der bibeltreue JEREMIA-VERLAG gegrundet werden. Er wird von dem Ehepaar Alexander und Simone Schwarz geleitet. Ich arbeitet dort - wie auch weiterhin im Samenkorn-Verlag - durch verschiedene Veröffentlichungen mit.
Siehe unter: www.jeremia-verlag.com